Die Digitalisierung schreitet voran und die Jobs werden verschwinden, weil immer mehr Tätigkeiten von Robotern, Softwaresystemen und AI übernommen werden.
So ist die landläufige Meinung, und es gibt gute Argumente dafür.
So drohen autonom fahrende Fahrzeuge zahlreiche Arbeitsplätze im Transportwesen (LKW- & Taxifahrer) und bei den Logistikaufgaben in der Produktion obsolet zu machen.
Online Vertrieb bedroht zahlreiche Jobs im offline Vertrieb und Ladengeschäften, Dienstleistungen wie Finanz- & Versicherungsgeschäfte sind soweit standardisiert und Digitalisiert das Bankfilialen eigentlich obsolet sind – mitsamt ihrer Mitarbeiter.

Stehen wir also alle knapp vor der Arbeitslosigkeit?

Bisher hat sich in bei technischen Durchbrüchen gezeigt, dass die wegfallenden Jobs durch Tätigkeiten anderer Form ersetzt wurden. Auch Roboter müssen entworfen werden, Software muss geschrieben werden, usw. Die Jobs fallen nicht weg, sie werden andere, in der Regel haben sie einen höheren Anspruch an die Bildung.  Es gibt gute Gründe zu der Annahme das es auch dieses Mal wieder so sein wird.
Betrachten wir AI aktuell, so sehen wir noch viel Entwicklungsarbeit. Um die Menschen wirklich ersetzen zu können fehlt es noch gewaltig an Vielseitigkeit, Kreativität und Problemlösungsfähigkeit, und es ist fraglich ob es auch mit den heute verwendeten neuronalen Netzen wirklich möglich ist den Menschen zu ersetzen oder zu modellieren.
Hier muss der Mensch ansetzen, und die Bildung auf genau diese Punkte ausrichten. Die Flexibilität, die Fähigkeit beliebiges zu Kombinieren und somit neues zu schaffen, ein Problem unter erkennen der aktuellen Lage mit vorhandenen Ressourcen lösen – alles das sind Punkte in denen Maschinen heute scheitern. Die eigenen Interessen zu finden und sich mit einer eigenen Vorstellung an Themen heran zu wagen kann heute noch keine AI. Wir mögen im Schach, GO oder Pokern gegen AI verlieren. Doch außer dieser sehr spezifischen Aufgabe ist sie leider zu nicht viel nutze.


Leider agieren die meisten Bildungssysteme bis heute noch immer unter den Prämissen aus dem 19 Jhdt. anstatt sich auf die Dinge zu fokussieren die das Menschsein ausmachen.
Die eigene Neigung zu entdecken, der Kreativität freien lauf zu lassen, die eigene Persönlichkeit zu entwickeln. Vielmehr versucht die Bildung noch immer, den prototypischen Angestellten hervor zu bringen, der stringent ähnliche Aufgaben bearbeitet. Doch das sind die Aufgaben die Maschinen übernehmen werden.

Gesetzt die Arbeitsplätze fallen wirklich weg, was dann?


Selbst wenn die Arbeitsplätze wegfallen – ich kann nichts schlechtes daran finden, wenn sich Menschen mit ihrer Leidenschaft beschäftigen können, anstatt sinnlos einen LKW 8 Stunden am Tag von A nach B zu bewegen, wenn das eine Maschine besser kann.
Über kurz oder lang wird es, sollten die Anzahl an Arbeitsplätzen sinken, auf ein neues Gesellschaftssystem hinauslaufen. Unser heutigen am Arbeitslohn orientierten Systeme werden dann durch andere ersetzt werden müssen und man muss die Leistungsbewertung für die Gesellschaft neu definieren.
Vielleicht müssen wir weniger arbeiten, damit alle arbeiten können, oder wir haben einfach mehr Freizeit, um uns den wirklich schönen Dingen im Leben widmen zu können.
Welche Wunder sind möglich, wenn die Menschen zeit für ihre Leidenschaften haben, weil sie nicht mit der täglichen Sorge um die Finanzierung ihres Lebens beschäftigt sind?

Ich glaube nicht, dass es einen Grund gibt, sich Sorgen zu machen, solange uns die Maschinen nicht nur in der Arbeit obsolet werden lassen.

Kategorien: Digital

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